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(monatlicher Dienst)

2. Mai 2012

Liebe Grüβe aus den Verinigten Staaten von Amerika!

Nun hat mein letzter Monat meines Auslandsjahres begonnen und ich kann es noch immer nicht fassen, dass es bald schon vorbei sein soll. Der April war so aufregend wie der Rest dieses verrückten, aber tollen Jahres. Er begann natürlich mit dem klassischen 1. April, an dem ich in allen Läden mit "april fools" begrüsst wurde. Dem April's Fools Day folgte ein weiteres besonderes Familienfest ohne meine deutsche Familie, Ostern. Es war trotzdem eine schöne Zeit, weil wir erst an der Ostermesse teilgenommen haben und uns dann meine komplette Gastfamilie zu hause besucht hat und wir alle zusammen ein grosses Ostermahl verzerrt haben. Als Nachtisch gab es den Original Amerikanischen Karotten-Kuchen, den meine Freundin Anne und ich gebacken hatten.

Karottenkuchen

Letztes Wochenende war es dann soweit und ich hatte meinen grossen amerikanischen Film-Moment: PROM! Einige der Leser werden jetzt gerade einen jauchzenden Freudsenschrei ausgestossen haben, weil sie das grosse Wort PROM aus diversen High School Filmen kennen. Aber für diejenigen unter uns, die noch nie davon gehört haben, werde ich das Ganze mal genauer erläutern. PROM ist der grosse Abschlussball am Ende jedes High-School-Jahres, bei dem bis tief in die Nacht getanzt, gesungen und Spass gehabt wird. Es geht darum, dass alle Schüler noch einmal zusammen kommen und eine gute Zeit haben, bevor es sie im nächsten Jahr in verschiedenste Richtungen verschlägt. Aber, wie ich rausfinden durfte, beginnt das Spektakel eigentlich schon Monate vor dem besagten Abend, wenn die Mädchen anfangen das perfekte Kleid zu finden. (Die Jungen kümmern sich um ihre Garderobe üblicherweise zwei Wochen bevor Prom, was sämtliche Freundinnen verrückt werden lässt.) Dann im letzten Monat vor Prom wird es Ernst und es werden Kommittees gegründet, die sich ganz dem Gelingen des einen besonderen Abends widmen. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem man Mitschülern ihren Freunden auflauern sieht, die die grosse Frage stellen: " Would you like to go to prom with me?" (dt.: Möchtest du mit mir zu Prom gehen?) Da ich zu einer sehr kleinen High School gehe, hielt sich das Rumgefrage bei uns jedoch in Grenzen, weil jeder sowiso schon jeden kennt. Am Promvormittag treffen sich dann traditionell alle Freundinnnen "to get ready together", also um sich vorzubereiten, zu schminken, zu plaudern und - am wichtigsten - Spass zu haben. Ich habe mich also auch mit meinen Freundinnen getroffen und am Nachmittag dann auf den Weg gemacht, um Tausende von Bildern zu machen. ( Meine geheime Theorie ist übrigens, dass es Prom nur gibt, damit Eltern unendlich viele Fotos von ihren Kindern machen können, in denen jeder gepflegt aussieht und bei den sich keiner beschweren kann.) Danach gingen wir alle zusammen Essen und um 19.30 Uhr begann offiziell unsere PROM NIGHT. Es gab viel und laute Musik, eine riesige Torte und ich glaube, ich habe mehr gelacht als jemals zuvor in einer Nacht. Der Höhepunkt des Abends war die Krönung des Promkings und der Promqueen, der noch mehr Getanze und Spass folgte. Alles in allem war es eine unvergessliche Nacht, die besser war als jeder Film jemals sein könnte.

Das war mein April und nun folgt nur noch ein letzter Monat. Aber den werden meine Gastfamilie, Freunde und ich umso mehr genissen!

Liebe Grüβe, Anna-Lu ;-)

PROM
Gastfamilie
2. April 2012

Liebe Grüβe aus den Verinigten Staaten von Amerika!

Und schon wider liegt ein Monat hinter uns. Der März war wohl einer meiner ereignissreichsten Monate , die ich bis jetzt hier verlebt habe. Meine Gastschwester ist ein Senior, das heiβt, dass sie dieses Jahr ihren High-School-Abschluss macht und nächstes Jahr auf ein College gehen wird. Im Moment muss sie rausfinden, wo sie ihre nächsten vier Jahre im College verbringen möchte. Viele Colleges haben ihr Stipendien angeboten, deshalb ist es umso schwieriger und wir haben viele Schulen besucht, um die richtige für sie zu finden. Es ist sehr interessant für mich zu sehen, wie lang der Prozess zum College wirklich ist. Diesen Monat hatte ich die Möglichkeit bei meinem Gastbruder im College zu übernachten und sogar ein paar Unterrichtsstunden zu besuchen, so dass ich ein bisschen über das amerikanische College-Leben lernen konnte. Auβerdem war vor zwei Wochen Solo and Ensemble. Das ist ein Wettkampf, bei dem Sänger und Sängerinnen von allen Schulen gegeneinander antreten und Solos singen oder Instrumente spielen und die besten kommen eine Runde weiter. Es hat eine Menge Spaβ gmacht und im Mai werde ich mit in paar Freundinnen von mir noch einmal antreten müssen, weil wir eine Runde weitergekommen sind. Letzte Woche hat meine Politik-Klasse an dem Youth-Government-Day teilgenommen, so dass wir eine Gerichtsverhandlung, ein Gefängniss und ein paar Sitzungen besuchen konnten. Es vwar toll und ich fan des sehr spannend zu sehen, was die Unterschiede von dem deutschen und dem amerikanischen Rechstwesen sind. Mit meiner Englisch-Klasse haben wir das Theaterstück "Antigone' von Sophocles gelesen. Danach mussten wir alle Projekte machen, die damit zusammenhängen. Letzte Woche sind wir dann nach Madison zu einer Universität gefahren und haben unsere Ideen vorgestellt, was wir alle genossen haben. (Vor allem, weil wir die Universität besichtigen konnten und wegen des servierten Schokoladenkuchens.) Nun wird meine Zeit in dem amerikanischen Zuhause langsam knapp, aber noch muss ich mich nicht von meinen Freunden und meiner liebgewonnen Gastfamilie trennen. Ich weiβ, dass wir die verbliebenen zwei Monate in vollen Zügen geniessen werden. Liebe Gruesse, Anna-Lu ;-)

1. März 2012

Liebe Gruesse aus den Vereinigten Staaten von Amerika!

Im letzten Monat ist wider einmal viel geschehen. Ich hatte meinen ersten Wettkampf für Forensics. Das ist ein Schulclub, in dem man entweder Theater spielt oder Geschichten vorliest und sie lebendig werden lässt. Ich bin in der Kategorie "Prose", was die Geschichtenleserei ist. Es macht mir viel Spaβ und das Tollste ist, dass ich viel mit meinen Freunden unterwegs ist, weil wir zu Wettkämpfen fahren muessen, um vielleicht irgendwann auf dem höchsten Level zu sein, den Nationals. Da kommen die besten Darsteller aus den ganzen USA zusammen, um gegeneinander anzutreten. Aber bevor das geschieht, müssen wir erstmal durch die District- und die Sate-Competition. (Die Regionals haben wir schon hinter uns.) Natürlich habe ich auch feststellen muessen, dass das Ganze in einer anderen Sprache ein wenig schwieriger ist, als in Deutsch. Obwohl ich überhaupt keine Probleme mehr mit der Sprache habe, ist da noch immer ein sehr starker deutscher Akzent, den ich wohl auch nie lossein werde. ;-)

Er hat allerdings dazu beigetragen, dass ich bei den Regionals von den Kampfrichtern äusserst verwirrt angestarrt wurde. Es war trotzdem eine tolle Erfahrung. ;-) Ein sehr spannender Tag war natuerlich auch der 14. Februar, Valentine's day! In Amerika ist dieser Tag etwas ganz Besonderes und ich hatte eine Menge Spass, als ich in den Tagen vor dem 14. Suessigkeiten kaufte und wir kleine Kaertchen an fruehere Lehrer unserer High School schrieben. Am Valentinstag bin ich dann mit meiner Vocal Jazz Gruppe "caroling" gegangen. Man konnte uns im Vorhinein buchen, so dass wir am Valentinstag in unserem Van durch die Gegend fuhren und Liebeslieder fuer fremde Menschen sangen. (Aber wir haben auch fuer meine Gastmutter gesungen, als kleines Dankeschoen fuer alles, was sie fuer mich macht.) Abgesehen von uns, wurden auch Blumen und Schokolade versendet. Wir alle haben es sehr genossen, vor allem als wir eine Schuelerin unserer Schule getroffen haben, einen Teddybaeren an die Brust gepresst, der fast so gross war, wie sie selbst.

Auch wenn es meistens nicht wahr ist, diesmal muss ich gestehen: Die Filme uebertreiben nicht, wenn es um den amerikanischen Valentinstag geht. ☺

Liebe Gruesse, Anna-Lu ;-)

2. Februar 2012

Liebe Grüβe aus den Vereinigten Staaten von Amerika!

Es war ein sehr ereignissreicher Monat! Anfang Januar hat meine Chorleiterin ein paar der besten Sänger der Schule zu dem Luther College in Iowa mitgenommen. Ich durfte auch mitfahren und so verbrachte ich das Wochenende mit ein paar Freunden in Decorah, Iowa. ( Das ist der sechste Staat, den ich in den USA besucht habe, so dass meine Gruppe einen nächtlichen Auslflug zum Ortsschild von Iowa machte, um Erinnerungsfotos schiessen zu koennen.) Wir waren dort wegen des Dorian Vocal Festivals. Es ist ein Chorfestival, bei dem die besten Sänger aus Schulen von den umliegenden Staaten gemeinsam unter dem Dirigenten von Luther singen. Es war ein überwältigend mit diesen 1300 anderen Schülern zu singen. Es war einmaliges Erlebniss und ich werde es niemals vergessen.

Zwei Wochen später begann die "Finals-Phase" in der Schule und jeder verschwand für ein paar Tage hinter seinen Büchern. Die "Finals" sind Tests am Ende jeden Semesters, die alles beinhalten, was in dem Semester gelernt wurde. Das ist natürlich viel zu lernen, aber die Schule in den USA ist anders als in Deutschland und so war es nicht allzu schwierig. Nachdem die Finals jedoch vorbei wearen, konnte der Spaβ wieder von vorne beginnen - mit dem neuen Semester. Das ist mein neuer Stundenplan: English, US Government, Study Hall, Math, Choir - Lunch - Art, Biology, Psychology.

In den nächsten Tagen kommen schon wieder viele neue Dinge auf uns zu und ich freue mich schon besonders auf den Winterball, zu dem meine Gastschwester und ich eingelanden wurden. In meiner nächsten Nachricht kann ich bestimmt ein Menge darüber berichten ;-) Alles in allem, geniesse ich die verbliebene Zeit, die ich noch mit meinen neugewonnenen Freunden und meiner amerikanischen Familie habe...

Liebe Gruesse, Anna-Lu

31. Dezember 2011

Liebe Gruesse aus den Vereinigten Staaten von Amerika!

In den letzten Wochen ist wieder einmal viel passiert.

Zum Beispiel habe ich eine der tollsten Städte der Welt besucht: Chicago. Die Stadt war aufregend, riesig und wunderschön. Obwohl ich Bangor liebe, habe ich es sehr genossen, wieder unter Menschen und in einer grossen Stadt zu sein.

Nun ist schon fast die Hälfte meines Jahres rum und ich habe mein erstes Weihnachten und meinen ersten Geburtstag ohne meine Familie hinter mir. Wochenlang hatte ich mich auf eine Trauerphase vorbereitet, weil ich all die Geschichten von früheren Austauschschülern gehört hatte, wie einsam Weihnachten im Ausland ist. Aber natürlich kam alles ganz anders, als gedacht. Wir hatten ein wunderschönes Weihnachtsfest! In den USA ist der groβe Festtag der 25. Dezember, so dass am deutschen ersten Weihnachtstag meine ganze Gastfamilie zusammen kam. Wir sind zusammen zur Kirche gegangen, haben Geschenke ausgetauscht, viel zu viel und viel zu gut gegessen und für die Packers gejubelt. Die Packers sind das Footballteam aus Wisconsin. Wir haben in dieser Saison nur ein Spiel verloren und im Januar den Superbowl gewonnen. Weil ich mich hier ja in einen waschechten Football-Fan verwandelt habe, verpasse ich kein Spiel.

An Heiligabend hatte ich die Möglichkeit mit meiner Familie zu skypen, so dass es für mich dieses Jahr keine traurigen und einsamen, sondern nur glückliche und aufregende Weihnachten in meiner neuen Heimat gab!

Merry Christmas and a Happy New Year!!!

1. Dezember 2011

Besuch in Chicago

28. November 2011

Liebe Gruesse aus den Vereinigten Staaten von Amerika

Foto: siepmannH / pixelio.de

Ich kann es garnicht glauben, aber nun sind es schon mehr als drei Monate, die ich ohne meine Familie und Freunde in Amerika verbringe. Und was ich schon so alles erlebt habe...

Vor zwei Wochen war hier der "Veteran's day". Da hat sich die ganze Schule in der Turnhalle versammelt und das Orchester und der Chor haben Musik gemacht, um der amerikanischen Kriegsveteranen zu gedenken. Weil ich im Chor bin, hatte ich alle Hände voll zu tun und es war ein einmaliges Erlebnis für mich. So ganz habe ich mich an den amerikanischen Nationalstolz noch nicht gewöhnt, aber die tägliche "Pledge of alligance" kann ich schon fast auswendig mitsprechen.

In den letzten Wochen hatten wir auβerdem "Harvestfest", unser groβes Schulkonzert, das darin endete, das seine Schülerin ausgewählt wurde, die einer Lehrein einen Kuchen ins Gesicht werfen durfte. Das Ganze wurde nur noch von den Gewinnsp[ielen um die besten Kuchen übertroffen. Für uns hat jetzt auch die Basketballsaison begonnen. Unser erstes Spiel ist diese Woche, so dass wir nun jeden Tag zwei Stunden lang hartes Training haben, aber das ist es wert, denn es macht groβen Spaβ.

Das neueste Ereignis ist etwas, worauf ich mich schon sehr lange gefreut habe: Thanksgiving! Das ist der groβe Feiertag, an dem die Familien zusammen kommen, Footballspiele gucken (, in meinem Fall die Green Bay Packers, denn ich bin ja jetzt Wisconsinerin,) und zu gut und zu viel Truthahn essen. Dank meiner tollen Gastfamilie war es einer der besten Tage meines Lebens und ich werde ihn niemals vergessen!

Ich freue mich schon auf das nächste Wochenende, weil ich das mit meiner Austauschorganisation und ein paar Freunden in Chicago verbringen werde. Ich bin mal gespannt, was ich davon so in meinem nächsten Bericht erzälen kann...

Liebe Grüβe, Anna-Luisa ;-)

31. Oktober 2011

Liebe Gruesse aus den Vereinigten Staaten von Amerika :-)

Foto: otto paulus / pixelio.de

Nach zwei Monaten habe ich mich in meiner kleinen amerikanischen Heimat sehr gut eingelebt. Leider ist nun die Volleyballsaison vorbei, aber dafuer beginnt bald schon mein Basketball-Training. Zurzeit habe ich jeden Tag drei bis vier Stunden Proben fuer unser Schulmusical. Die Premiere ist naemlich schon naechste Woche. Wir spielen "Hello Dolly" und ich bin im Chor und eine Taenzerin, was neu fuer mich ist. Es ist anstrengend, aber es macht mir auch grossen Spass!

Im Moment gibt es hier aber noch ein weiteres grosses Thema: Halloween! Man kann ueberall Wohnhauser finden, die ueber und ueber mit Spinnenweben, Kuerbissen und Totenkoepfen geschmueckt sind. Es gibt so genannte "haunted houses", die man besuchen kann. Meine Gastfamilie und ich planen, das zu machen.

Heute Abend besuchen wir jedoch erst einmal "Ghoulies in the Coulees". Das ist ein Waldgebiet, das fuer Halloween geschmueckt wurde und in dem sich College-Studenten verstecken, um uns zu erschrecken. Ich freue mich schon sehr darauf und alles andere, was noch kommt :-)

Liebe Gruesse, Anna-Luisa

1. Oktober 2011

Liebe Gruesse aus Bangor...

Hier ist ein Foto von meinen ersten Tagen in den U.S.A.! Es ist in der ersten amerikanischen Mall, die ich betreten habe...:-)

Liebe Gruesse aus den Vereinigten Staaten von Amerika!

Jetzt gehe ich schon seit fast einem ganzen Monat in meine High School in Bangor, Wisconsin. Langsam beginnt also der Alltag fuer mich...aber Alltag hier bedeutet etwas voellig anderes als zu Hause in Deutschland!

Ich gehe von 08.05 am bis 03.11 pm zur Schule und dann habe ich jeden Tag zwei Stunden Volleyball-Training. Ausserdem gibt ess noch Chorproben und an den Wochenenden immer Proben fuer das Schulmusical.

Zwischendurch verbringe ich meine Zeit mit meiner Gastfamilie oder Freunden. Letzte Woche war ich zum Beispiel beim Oktoberfest. Das feiern die Leute hier um ihre deutschen Wurzeln zu bejubeln. Da hatte ich die Chance eine deutsche Parade zu sehen und eine Bratwurst zu essen. Ausserdem lieben Amerikaner Paraden und lassen keine Moeglichkeit aus eine zu machen. Deshalb war ich diese Woche schon bei meiner naechsten Parade. Es ist eine besondere Parade, weil sie bei Einbruch der Dunkelheit beginnt. Es gibt Kerzen, Lichter und Fackeln und es ist wunderschoen...

Alles in allem ist es toll hier und ich geniesse mein amerikanisches Leben :-) Liebe Gruesse, Anna-Luisa

24. August 2011

Erste Eindrücke nach der Ankunft.

Liebe Grüsse aus den Vereinigten Staaten von Amerika :-)

Vor gut einer Woche bin ich mit einer Gruppe von 57 Stipendiaten des Bundestages in Wasgington DC angekommen. Wir haben uns die Stadt angeguckt, das State Department und das National Museum of History besucht. Ausserdem hatten wir die Möglichkeit in Oldtown Alexandria unser erstes amerikanisches Restaurant zu besuchen.

Am Samstag ging es dann in Richtung Bangor, Wisconsin, um wirklich mit meinem Traum vom Jahr in den USA loszulegen. Am Flughafen wartete mein Gastvater mit meinem Gastbruder auf mich und es stellte sich schnell heraus, dass alle meine Sorgen unbegründet waren.

Ich wurde mit offenen Armen empfangen und spätestens als ich vor meinem neuen Zuhause stand, fühlte ich mich gut aufgehoben. In den folgenden Tagen haben wir mich an der Bangor High School angemeldet, ich wurde Teil des Volleyballteams und ich erlebte mein erstes amerikanisches Football-Spiel. Es war die bisher aufregendste Woche meines Lebens und ich freue mich schon auf das Kommende... :-)

Liebe Gruesse, Anna-Luisa

*Ein Jahr USA als "Botschafterin" für den Bundestag*

v.l.n.r. Dr. Frithjof Schmidt, Anna-Luisa (Foto: Wolfgang Rettich)

Anna-Luisa, so heißt die Bochumer Teilnehmerin für das Parlamentarische Patenschafts-Programm des Deutschen Bundestages. Ab August wird Anna-Luisa knapp ein Jahr die Schulbank in den Vereinigten Staaten drücken. Dabei wird sie bei einer Gastfamilie leben und den amerikanischen Alltag erleben.

Vorgeschlagen wurde Anna-Luisa von dem Grünen Abgeordneten Dr. Frithjof Schmidt aus Bochum. "Neben dem Kennenlernen der amerikanischen Kultur ist die Zeit alleine ohne Familie auch bildend für ihre Persönlichkeit", ist sich Frithjof Schmidt sicher. Er spricht aus eigener Erfahrung, da er selbst für sein Studium längere Zeit in Italien, Frankreich und den USA lebte. "Das ist eine einmalige Chance für Anna-Luisa", meint Frithjof Schmidt, "und ich wünsche ihr viel Spaß und Erfolg!"

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm wurde 1983 aus Anlass des 300-jährigen Jubiläums der ersten Auswanderung Deutscher nach Amerika gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der USA ins Leben gerufen. Dieses Austauschprogramm ermöglicht jährlich jeweils ca. 350 deutschen und amerikanischen Jugendlichen einen einjährigen Aufenthalt im Gastland. Eine Besonderheit des Programms ist, dass Abgeordnete des Deutschen Bundestages eine Patenschaft für jeden deutschen und jeden amerikanischen Jugendlichen übernehmen. Dadurch unterscheidet es sich wesentlich von anderen Austauschprogrammen.

Auch in diesem Jahr können sich Jugendliche für das Jahr 2012/2013 bewerben. Nähere Infos: hier (Angebot Deutscher Bundestag)